Ahlen, WAF, Im Kühl 22 (Sept. 2014): Bei einer innerstädtischen Baubegleitung wurden Gruben des 13. Jhs. und ein Brunnen dokumentiert. Daneben zeigte das Fundmaterial aus einem fossilen Oberboden deutlich eine eisenzeitliche Vorbesiedlung an. (Björn Buik) 


Arnsberg, HSK, Kloster Wedinghausen (Sept. - Okt. 2015): Im Südflügel des Klosters Wedinghausen wurden in Vorbereitung von Baumaßnahmen ältere, bislang unbekannte Bauzustände freigelegt, u. a. ein Keller, Negative von Balkenunterzügen eines ersten Dielenbodens, sowie ein renaissancezeitlicher und ein barockzeitlicher Picksteinböden. (Bernhard Sicherl, Christian Golüke)


Bielefeld, BI, Alter Markt 3/Welle 4–6/Gehrenberg 6–8 (seit Mai 2017 laufend): Auf dem Innenhof eines Quartiers in der zentralen Innenstadt werden in enger Verzahnung mit dem Bauablauf die Besiedlungsspuren vom Hochmittelalter bis in die Neuzeit bauvorgreifend dokumentiert. Vor allem die Lage der bislang sechs Brunnen hilft, die Ur-Parzellierung aus der Gründungsphase der Stadt (1214) zu erschließen. Daneben ist eine Vorratsgrube mit in Nordostwestfalen extrem seltener jungbronzezeitlicher Siedlungskeramik (Bernhard Sicherl, Sebastian Luke). – Blog der LWL-Archäologie, Außenstelle Bielefeld: 

https://www.lwl-archaeologie.de/blog/archaeologie-am-alten-markt-in-bielefeld 


Bestwig-Ostwig, HSK (Okt. 2016): Die Begleitung einer Renaturierung der Elspe, eines Zuflusses der oberen Ruhr, blieb aufgrund der geringen Eingiffstiefe ohne archäologische Befunde (Sebastian Luke).


Brilon, HSK, Osterhof (Mai 2016): Bei einer archäologischen Baubegleitung der Renaturierung der Möhne zwischen Osterhof und Möhneburg konnten bearbeitete Hölzer (um 1700 AD), unter Auelehm und einem Kiespaket geborgen und die Bildung der Flussablagerungen dokumentiert werden. (Bernhard Sicherl)


Burgsteinfurt, ST, Wasserstraße (Okt. - Dez. 2015): Bei der baubegleitenden Untersuchung einer Neubaufläche neben dem ehemaligen Wassertor wurde statt Resten der Stadtbefestigung eine bisher unbekannte Bebauung des frühen 20 Jhs. angetroffen. Durch Fundamentbohrungen wurde die morastige Verfüllung des alten Stadtgrabens nachgewiesen. (Christian Golüke)


Datteln, UN, Haus Gutacker (seit Sept. 2016 laufend): Bei Renaturierungsmaßnahmen wurden ein älterer Lippearm nachgewiesen, archäologische Befunde traten bislang nicht zu Tage (Björn Buik).


Dortmund-Brackel, DO, Reichshofstraße (Sept. 2015): Bei einer Baubegleitung im Zentrum des alten Hellwegdorfes DO-Brackel kam im ehem. Quellhorizont eine mehrfach erneuerte und mit Holzeinbauten gefasste neolithische Wasserstelle zu Tage. Erste Analysen der artenreichen Land- und Wasserschneckenreste versprechen neue Aufschlüsse zur Umwelt und Siedlungsweise (Hanns Neidhardt, Ute_Koprivc). – Stadt Dortmund,

Denkmal des Monats November 2015: https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/nachrichtenportal/alle_nachrichten/nachricht.jsp?nid=383874

(Okt. 2016–März 2017): Bei der bauvorgreifenden Untersuchung einer weiteren Baufläche kam eine großflächige frühneuzeitliche Teichanlage und Pfostenstrukturen eines Hofes des 11./12. Jh. zu Tage (Hanns Neidhardt, Ute Koprivc). – B. Sicherl/H. Neidhardt, Ad Fontes – Zur neolithischen und hochmittelalterlichen Besiedlung am Hellweg. Archäologie in Westfalen-Lippe 2016 (2017, im Druck)


Dortmund-Hörde, DO, Hörder Burg (Juli 2015 - Sep. 2016): In der baubegleitenden Maßnahme konnte der Burgturm erstmals in Planum und Profil dokumentiert werden, wodurch ein zweiphasiger Aufbau nachgewiesen ist. Im Außenbereich konnte die Gräfte sowie eine bislang unbekannte Wasserführung mit holzbefestigtem Ufer erfasst werden. (Hanns Neidhardt, Christian Golüke, Björn Buik)


Dortmund-Innenstadt, DO, City Süd (März - Nov 2014):  Die Umgestaltung der Betenstraße, Olpe, Viktoriastraße und Balkenstraße führte zu neuen Erkenntnissen über die Vorgängerbebauung und die alten Straßenverläufe. Besonders erwähnenswert sind Funde von  karolingisch-ottonischer Messingherstellung in der Olpe sowie zwei hölzerne Leitungssysteme in der Balkenstraße, die auch in frühneuzeitlichen Schriftquellen erwähnt sind. (Hanns Neidhardt)


Dortmund-Innenstadt, DO, Kuhstraße (März - April 2015): Bei der Erneuerung der Druckwasserleitung wurden die mittelalterlichen Siedlungs- und Straßenschichten mit Relikten karolingisch-ottonischen Messingherstellung erfasst. Aus den Trümmern des II. Weltkrieges wurde ein "moderner Schatz", eine Sammlung von Münzen und Medaillen der Zeit zwischen 1780 und 1923, geborgen. (Hanns Neidhardt, Christian Golüke)


Dortmund-Innenstadt, DO, Marienkirchhof (Juli 2014): Im Zuge des Anschlusses an die Fernwärme wurden neben Gruben der vorkirchenzeitlichen Besiedlung zahlreiche Fundamente des obertägig nicht mehr erhaltenen spätmittelalterlichen Paradieses der Marienkirche dokumentiert. (Hanns Neidhardt)

(Mai–Juni u. Nov. 2016): Zwei Sondagen bestätigten die beiden Planierschichten mit Gräbern. Bemerkenswert sind ferner ein Steinkeller des 11. Jhs. Bemerkenswert und ein fundleerer, mutmaßlich vorkirchenzeitlichen Grabenrest auf der Parzellengrenze des Friedhofs (Bernhard Sicherl).


Dortmund-Innenstadt, DO, Ostwall (Mai - Dez. 2013): Bei der Erneuerung der Fernwärmeleitung am Ostwall konnte ein Wallabschnitt am Adlerturm archäologisch untersucht werden. Als besonderer Befund kam bei der Maßnahme ein sehr gut erhaltenes Stück der Stadtmauer zum Vorschein, das mittlerweile der Öffentlichkeit dauerhaft sichtbar gemacht wurde. (Hanns Neidhardt)                 


Dortmund-Innenstadt, DO, Petrikirchhof (März 2014 - April 2015): Die groß angelegte Neugestaltung des Petrikirchhofs ermöglicht einen Blick auf die Bestattungen im Umfeld der Kirche und hat durch die archäologische Betreuung der Baumaßnahmen viele neue Informationen über die Nutzung des Areals vor der Kirchengründung und zur Bronzegießerei des 13.-16. Jhs. geliefert. (Bernhard Sicherl, UteiKoprivc)

B. Sicherl, Zwei Fundstellen zur Bronzegießerei am Dortmunder Petrikirchhof. Kreisfreie Stadt Dortmund, Regierungsbezirk Arnsberg. Archäologie in Westfalen-Lippe 2015 (2016) 152–155.


Dortmund-Innenstadt, DO, Schwarze-Brüder-Straße (Juni - Juli 2014): Bei der Erneuerung der Druckwasserleitung wurden die mittelalterlichen Siedlungs- und Straßenschichten in direkter Nachbarschaft der Probsteikirche dokumentiert. Das Fundmaterial belegt einmal mehr die umfangreiche karolingisch-ottonische Messingherstellung in Dortmund. (Christian Golüke)


Dortmund-Kurl, DO, Haus Kurl (Sep. 2015): Nach Abriss des einer Brandstiftung zum Opfer gefallenen Haus Kurl wurden die teilunterkellerten Flächen abrissbegleitend untersucht. (UteiKoprivc)


Dortmund-Oespel, DO, Oespeler Bach (Nov. 2013 - ): Die ökologische Verbesserung des Oespeler Bachs mit der Emschergenossenschaft als Auftraggeber ist mit erheblichen Bodeneingriffen über eine Länge von etwa 2,5 km verbunden. Die Teilflächen werden aufgrund zahlreicher Funde bei nahegelegenen Altgrabungen im Zuge der Umgestaltung archäologisch untersucht. (Kerstin Winterscheid, Christian Golüke)


Geseke, SO, Rittergut Störmede (Aug. - Nov. 2016): Der Neubau eines teiunterkellerten Gästehauses im Westteil der umwehrten Fläche machte eine Ausgrabung erforderlich, bei der neben Resten von Wirtschaftsgebäuden des 17. - 19. Jhs. auch ein mittelalterlicher Brunnen zu Tage kam. Bereits vor dem Bau der Wehrmauer 1617 war ein breiter Graben angelegt worden. (Christian Golüke)


Haltern-Uphusen, RE (Feb. - Mai 2016): Bei der Ausgrabung im Vorfeld einer Sandgrube wurde ein früheisenzeitliches Gehöft mit Langhaus, Vierpfostenspeicher und Vorratsgruben aufgedeckt. Das Langhaus besitzt ein trapezoides Westende, Eingänge in der Mitte der Langseiten und im Nordwesten. Im Westen zeichnet sich ein Wandgräbchen mit begleitenden Außenpfosten ab, im Osten ist es nicht mehr erhalten. (Ute_Koprivc)

B. Sicherl/U.iKoprivc, Aus gutem Grund auf gutem Grund – ein früheisenzeitliches Gehöft aus Haltern-Uphusen. Archäologie in Westfalen-Lippe 2016 (2017, im Druck)


Lüdinghausen, COE, Markt (Dez. 2016 u. April 2017): Für die der Neugestaltung des Marktes und eines benachbarten Grundstücks wurden mehrfach kurzfristige baubegleitende Einsätze unternommen, hervorzuheben ist ein Erdkeller mit umfangreicher Keramik des 11. Jhs. (Björn Buik, Sebastian Luke).


Nottuln, COE, Ortsumgehung B525 (Jan. – März 2016): Die Straßenbaumaßnahme führte zur Freilegung von Ziegelmeilerresten sowie eines überraschend gut erhaltenen Feldbrandofens mit Resten des Besatzes. Die mittels SFM dreidimensional dokumentierte Grabung lieferte viele wichtige Erkenntnisse zur Brenntechnik. Eine Ansetzung zwischen 1750 und 1850 erscheint in Ermangelung von datierenden Funden am wahrscheinlichsten. (Christian Golüke)

Link: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Coesfeld/Nottuln/2274242-Historische-Ziegelei-Fuer-den-Wiederaufbau-nach-dem-grossen-Brand


Rüthen-Heddinghausen, SO, Heddinghäuser Haar (Feb. 2015 - Aug. 2016): Bei der großflächigen Baubegleitung von Windkraftanlagen auf dem Haarstrang wurden eisenzeitliche Brandschüttungsgräber und Siedlungsgruben dokumentiert. Die Flächen wurden durch zahlreiche Bombentrichter gestört. (Christian Golüke)


Rüthen-Meiste, SO, MeisterWerke (Aug. – Sep. 2015): Der geplante Neubau eines Hochregallagers in der Nähe bereits bekannter Fundstellen machte archäologische Sondagen notwendig, die sich aber befundfrei zeigten. (Christian Golüke)


Steinfurt-Burgsteinfurt, ST, Wasserstraße (Okt.–Dez. 2015): Bei der baubegleitenden Untersuchung einer Neubaufläche neben dem ehemaligen Wassertor wurden statt Resten der Stadtbefestigung nur neuzeitliche Keller angetroffen. Durch Fundamentbohrungen wurde die morastige Verfüllung des alten Stadtgrabens nachgewiesen (Christian Golüke).


Warendorf, WAF, Markt (seit Februar 2017 laufend): Die flächige Neugestaltung des Marktplatzes inklusive Leitungstrassen in angrenzenden Straßen wird laufend archäologisch begleitet. Hervorzuheben sind Spuren einer intensiven Besiedlung bis in das 13. Jh. vor Schaffung der heutigen Marktfläche, eine umfangreiche renaissancezeitliche Neugestaltung des Marktplatzes mit massiven Aufplanierungen sowie die Identifizierung älterer Kirchhofsbereiche (Christian Golüke) . 

– Die Glocke (online) 05.02.2017               

http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/warendorf/Archaeologen-verfolgen-Marktplatz-Umbau-ab586d79-4cbf-40a1-9ae5-8ff222383783-ds

– Die Glocke (online) 16.02.2017 http://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/warendorf/Marktumbau-Archaeologen-finden-Skelette-9c99642c-04b9-4cd6-a6fb-d74615fd2dfb-ds

– Westfälische Nachrichten 16.06.2017: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Warendorf/2860594-Marktplatz-Archaeologen-finden-weitere-Spuren-Flussverlauf-zu-erkennen

– Westfälische Nachrichten 12.07.2017: http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Warendorf/Warendorf/2905603-Allein-diese-Woche-150-archaeologische-Spuren-Schon-jetzt-rund-1000-Funde

– Spökenkieker 12.07.2017: http://derspoekenkieker.de/?p=8477

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